Thursday 1. October 2020

Friede oder Verstand?

01.10.2020, 08:34 Uhr
Hoffentlich schließen die beiden einander nicht aus.

Die menschlichen Friedensverträge
sind nun einmal Geld- und Machtverträge.

Den wahren Frieden können wir nicht selber machen.
Er übersteigt unser Verstehen (Phil 4,7).

Doch bekommen ihn alle,
die ihn haben wollen.

Der wahre Friede sei mit uns!


Und schon auch ein bisschen Verstand :-).

(Gedanken zum 27. Sonntag im Jahreskreis A)

Mit Liebe zur Einsicht

24.09.2020, 08:08 Uhr
Sprichst du eine Ermahnung im Sinne Christi aus,
dann schenkst du in Wirklichkeit einen liebenden Zuspruch,
eine Ermahnung aus Erbarmen und Mitgefühl (Phil 2,1).

So geht Jesus sogar mit den Selbstgerechten um:
Er erzählt ihnen eine Geschichte, ein Gleichnis
von einem Selbstgerechten und einem Reumütigen.

Er erzählt sie so behutsam, dass jeder Zuhörer
den Reumütigen lieb gewinnt (Mt 21,31),
und sich selbst im Selbstgerechten wiedererkennt.

Der Herr verzeiht den Einsichtigen (Ez 18,27).
Vor allem schenkt er uns die Gnade,
dass wir unsere Fehler einsehen können.

(Gedanken zum 26. Sonntag im Jahreskreis A)

Die Tagelöhner im Weinberggleichnis

17.09.2020, 07:59 Uhr
Alle paar Stunden werden neue Tagelöhner dazu geworben.
Wenn die Letzten angekommen sind,
haben die Ersten bereits ca. 11 Stunden gearbeitet
– in der Hitze, in der Last des Tages,…

Zum Schluss erhalten alle den gleichen Lohn.
Und die Ersten fühlen sich ungerecht behandelt.

Alle paar Jahre werden neue Mitarbeiter ins Reich Gottes dazu geworben.
Wenn die Letzten angekommen sind,
haben die Ersten bereits Jahrzehnte lang gearbeitet
– im Dienst am Nächsten, als Glaubenszeugen unter spottenden Gegnern,…

Zum Schluss erfahren sie alle
die ewige Schönheit dieses Reiches Gottes.
Und niemand ist dem anderen gegenüber neidisch.

Sieht man den Weinberg als das Reich Gottes,
versteht sich das Gleichnis leichter.

(Gedanken zum 25. Sonntag im Jahreskreis A)

Die Fehler des Nächsten übersehen

10.09.2020, 08:57 Uhr
Wir sollen an den Bund des Höchsten denken,
das heißt an seine Bundestreue zu uns (allen).

Wir sollen daran denken, so heißt es dort,
und deswegen die Fehler des Nächsten „ignorieren“ (Sir 28,7).

Statt mit persönlicher Anstrengung jemandem zu vergeben,
und womöglich mit großer Überwindung,

dürfen wir einfach mit Gott
mit-lieben.

(Gedanken zum 24. Sonntag im Jahreskreis A)

Kritisieren

03.09.2020, 08:33 Uhr
Zuerst soll man unter vier Augen reden,
wenn das nichts nützt, dann vor ein oder zwei oder drei Zeugen,
wenn das auch nichts nützt, dann vor der gesamten Gemeinde.

Das klingt zwar nach einer Verhaltensregel,
ist aber viel mehr als das, denn anschließend heißt es,
dass man dabei in Gemeinschaft mit dem Himmel steht.

Demnach hat Unmut äußern – auch nur unterschwellig – keinen Platz,
selbst bei vollständiger Einhaltung der Verhaltensregel Jesu,
wenn man dabei mit dem Himmel in Gemeinschaft stehen will.

Es geht vielmehr um die Stärkung der Gemeinschaft,
die ja ein Bild der göttlichen Gemeinschaft ist.

Kritik als Zuwendung.
Das ist es.

(Gedanken zum 23. Sonntag im Jahreskreis A)

Existenzwirtschaft

27.08.2020, 11:51 Uhr
Einige Führungskräfte haben mir erzählt:
Selbst der geringste Mitarbeiter
soll sich mit seiner Arbeit identifizieren dürfen,

möchte seine erbrachte Leistung sehen,
sich darüber freuen
und dafür verantwortlich sein.

Freilich gibt es auch Desinteressierte,
die nur auf die Uhr schauen.
Aber die sind keine glücklichen Mitarbeiter.

Genau hier spricht Jesus von der Existenzwirtschaft:
Was nützt dir der noch so große Gewinn,
wenn du dabei nicht glücklich bist?

Hast du dann gelebt?

(Gedanken zum 22. Sonntag im Jahreskreis A)

Irdische Ehre

20.08.2020, 08:27 Uhr
Gott beruft Eljakim zum neuen Palastvorsteher
und verleiht ihm somit die ehrenvolle Schlüsselgewalt über das Königshaus.

Eljakim ist zwar der Sohn irgendeines unbekannten Hilkija,
aber dieser Hilkija und seine ganze Familie, die sind nun sehr geehrt, bis…

…bis sie sich alle von dieser Ehre betäuben lassen.

Gott verwendet hierfür ein starkes Bild:
Er hat Eljakim zwar so eingesetzt, wie man einen Pflock an fester Stelle einschlägt.
Und für sein Vaterhaus wird Eljakim ein Thron der Ehre sein.

Doch sein ganzes Vaterhaus wird sich an diesen Pflock dranhängen
bis er durch die Last zusammenbricht.
(Dieser fatale Zusatz wird am Sonntag leider nicht verlesen…).

Hast du irdische Ehre, auch wenn sie von Gott kommt,
dann bist du oft betäubender Wirkung ausgesetzt.

(Gedanken zum 21. Sonntag im Jahreskreis A)
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