Freitag 18. August 2017

Jesus ändert seine Meinung

17.08.2017, 08:50 Uhr

Zuerst sagt er ausdrücklich,

dass er nur für das Volk Israel gekommen ist:

„Ich bin nur zu den Schafen Israels gesandt“ (Mt 15,24).

 

Dann ändert er seine Meinung

und missioniert auch unter den Heiden.

 

Was hat ihn zu dieser Meinungsänderung bewogen?

Dass er bei den Heiden einen tiefen Glauben gefunden hat.

 

Der findet sich heute auch bei unzähligen Nichtkirchengehern.

Nun dürfen auch Seelsorger und Kirchengeher ihre Meinung ändern.

 

(Gedanken zum 20. Sonntag im Jahreskreis A)

Wo klopft Gott an?

10.08.2017, 08:44 Uhr

Viel Getöse umgibt uns tagtäglich.

Viel Lärm machen auch die Angeber.

 

Aber bei einer seelischen Darmspiegelung

werden wir oft ganz still,

weil da unsere Schwächen erkannt werden.

 

Der Arrogant versteckt sie vor dem Gegner,

der Angestellte vor dem Chef,

der Leistungsfromme vor Gott.

 

Doch gerade da klopft Gott an.

Wo sonst soll er die Macht seiner heilenden Liebe anwenden?

 

(Gedanken zum 19. Sonntag im Jahreskreis A)

Der Vater ist stolz auf seinen Sohn

03.08.2017, 08:34 Uhr

Ein Gast betritt das Haus.

 

Der Vater stellt seine Söhne und Töchter namentlich vor.

An seinem Ton erkennen die Kinder,

dass der Vater stolz auf sie ist,

auf jeden Einzelnen von ihnen.

 

Ein einziges solches Erlebnis

im Leben eines jungen Menschen kann genügen,

um seine eigene Identität bestätigt zu wissen.

 

Vor allem Buben brauchen das,

um aus der „Kopierolle“ des Vaters zu er-wachsen.

 

(Gedanken zum Fest Verklärung des Herrn im Jahreskreis A)

Du bist ein Schatz!

27.07.2017, 08:09 Uhr

Aus der Perspektive Jesu ist er selber dieser Mann,

der den Schatz im Acker entdeckt.

 

Aus seiner Perspektive sind wir sein Schatz,

und er hat in seiner Freude alles verkauft!

 

Er, der Gott gleich war,

hielt nicht daran fest, wie Gott zu sein,

sondern er entäußerte sich

– veräußerte sein ganzes Vermögen –

um uns um den Preis seines Lebens zu erkaufen.

 

(Gedanken zum 17. Sonntag im Jahreskreis A)

Wer sind „die Bösen“ und wer „die Guten“?

20.07.2017, 08:35 Uhr

Jesus sagt,

das Unkraut im Gleichnis seien "die Kinder des Bösen"

und die gute Saat "die Kinder des Reiches Gottes".

 

Werde ich nun bei der Ernte mit den Bösen verbrannt

oder komme ich mit den Guten in Gottes Scheune?

 

Jedes Gleichnis hat seinen Haken.

Der Haken hier ist, dass niemand von uns nur böse oder nur gut ist.

Wir sind manchmal böse und andere Male gut.

 

Aber trotz – oder sogar wegen – dieses Hakens,

wird das Bild des Endgerichtes zum Trost für die Seele,

denn der Richter selbst wird uns endgültig vom Bösen, das in uns ist, trennen.

 

(Gedanken zum 16. Sonntag im Jahreskreis A)

Wie erfolgreich ist Jesus?

13.07.2017, 08:23 Uhr

Er spricht mit den Armen und den Reichen,

mit den Gläubigen und den Ungläubigen,

mit den bekennenden Sündern und mit den Selbstgerechten.

 

Er teilt seine Frohbotschaft großzügig aus;

erst „schleudert“ er sie durch Worte aus,

wie ein Sämann das Saatgut großzügig ausschleudert,

schließlich aber durch seine Lebenshingabe.

 

Die Statistik zählt derzeit Milliarden von Christen in aller Welt ,

aber was noch mehr zählt:

man erlebt sie überall dort, wo jemand Gott vertraut.

 

(Gedanken zum 15. Sonntag im Jahreskreis A)

„Abhängigkeit“ und „Freiheit“ bei Paulus

06.07.2017, 08:23 Uhr

Bekanntlich macht die Dosis das Gift (Paracelsus):

Das gilt nicht nur für Abhängigkeiten des Körpers (Alkohol, Medikamente, us.w.),
sondern für alle Arten von Wertschätzungen:

 

So kann z.B. die falsche Wertschätzung der eigenen Eigenschaften

zu Selbstsucht bzw. zu Selbstzweifel führen,

 

die hochgeschaukelte Wertschätzung des eigenen Willens

stellt den Eigenwillen in den Vordergrund,


die äußerliche Wertschätzung von Sitten und Bräuchen

bringt unbedachte Formalismen,

 

übertriebene Vorsicht

führt zu dauernder Unsicherheit und Angst

– eine der häufigsten Abhängigkeiten unserer Tage.

 

Paulus verwendet das Wort „Fleisch“ (σάρξ) als Kurzformel

für jede geistige und körperliche Abhängigkeit von vergänglichen Dingen.

Sie führen zur Verzweiflung, zum „Tod“.

 

Mit der Kurzformel „Geist“ (πνεῦμα)

drückt Paulus dagegen die Unabhängigkeit davon aus.

Sie führt zur Freiheit, zum „Leben“.

 

(Gedanken zum 14. Sonntag im Jahreskreis A)

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