Sonntag 17. Dezember 2017

Freut euch!

14.12.2017, 10:52 Uhr

Der biblische Ausruf der Freude

bzw. Aufruf zur Freude

wird mit der Ankunft des Heils begründet.

 

„Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn…

denn der Herr bringt Gerechtigkeit hervor.“

(Jes 61,10)

 

„Freut euch zu jeder Zeit!

…damit ihr ohne Tadel seid bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“

(1 Thess 5,16.23)

 

Nur die Skeptiker haben ihre Zweifel.

Sie können mit Johannes dem Täufer nichts anfangen.

Tröstet mein Volk!

07.12.2017, 23:01 Uhr

Zugegeben:

Schon lange wird nicht mehr von der Kanzel heruntergedonnert.

 

Aber wird nicht noch immer da oder dort
ganz „liebevoll“ und unterschwellig zu verstehen gegeben,

dass man doch der Liebe Gottes entsprechen sollte?

 

Damals waren die Israeliten

schon zwei Generationen lang bestraft

im Exil

wegen der vielen Sünden.

 

Wie lange wollen die Anführer es noch beschimpfen?!

 

„Tröstet, tröste mein Volk!“

ist doch eindeutig ein Mahnwort an die Seelsorger!

 

(Gedanken zum 2. Adventsonntag B)

Weltuntergang

30.11.2017, 08:41 Uhr

Sonne, Mond und Sterne

wurden da und dort als Götter verehrt.

 

Für manche Menschen ist auch heute

bei gewissen Entscheidungen

der Mond wichtiger als der Mitmensch,

und sie verzichten z.B. auf geselliges Beisammensein,

weil ihr Mondkalender an diesem Tag

zu anderen Tätigkeiten rät.

 

Wenn Jesus Sonnen- und Mondfinsternis

als Vorboten seiner Wiederkunft ankündigt,

dann könnte das auch bedeuten:

 

Bevor Jesus wiederkommt,

werden die Menschen vom Aberglauben befreit werden.

 

Dann ist auch Paulus’ Freude verständlich:

„…es fehlt euch keine Gnadengabe,

während ihr auf die Offenbarung Jesu Christi, unseres Herrn, wartet.“

 

Frohbotschaft: Gottvertrauen macht sich statt Aberglauben breit!

 

(Gedanken zum 1. Adventsonntag B)

Die Starken verdrängen die Schwachen

23.11.2017, 10:14 Uhr

Ich weiß nicht

und verstehe nicht,

warum die Liturgiker

diese drei Sätze

in der Ersten Lesung

ausgelassen haben:

 

„Darum – so spricht Gott, der Herr, zu euch:

Ich selbst sorge für Recht

zwischen den fetten und den mageren Schafen.

Weil ihr mit eurem breiten Körper und eurer Schulter

alle schwachen Tiere zur Seite gedrängt

und weil ihr sie mit euren Hörnern weggestoßen habt,

bis ihr sie weggetrieben hattet,

deshalb will ich meinen Schafen zu Hilfe kommen.

Sie sollen nicht länger eure Beute sein;

denn ich werde für Recht sorgen

zwischen Schafen und Schafen.“

(Ez 34,20-22)

 

Sie erklären doch alles:

Die gehörnten Böcke verdrängen die Schafe!

 

(Gedanken zum Christkönigssonntag im Jahreskreis A)

Der Knecht hat Angst vor seinem Herrn

16.11.2017, 10:46 Uhr

Jeder Mensch will, dass es ihm gut geht.

Und vor allem:

Jeder weiß, dass das jeder will!

 

Schon aus diesem Grund

will niemand seinem Mitmenschen etwas Schlechtes antun.

 

Diese sogenannte Goldene Regel

hat auch Jesus in sein Gebot der Nächstenliebe aufgenommen.

 

Man braucht aber nicht einmal Jesu „Saat“ auszustreuen,

und sein Gebot zu verkünden,

um von jedem Menschen diese Achtung vor dem Mitmenschen zu erwarten.

 

Denn man darf diese Achtung vor dem Mitmenschen

auch von Nichtgläubigen einfordern.

Man darf sie auch dort „ernten“,

wo es keine christliche Verkündigung (Aussaat) gibt.

 

Der Knecht hat Angst,

weil sein Herr „erntet, wo er nicht gesät hat“.

 

Das heißt:

Er hält sich nicht einmal an die Goldene Regel.

 

(Gedanken zum 33. Sonntag im Jahreskreis A)

Brautfreiheit

09.11.2017, 11:45 Uhr

Als Brautfreiheit bezeichne ich

sowohl die persönliche „Ehelosigkeit um des Himmelreiches Willen“

als auch die gemeinschaftliche Haltung des Volkes Israel als Braut des Herrn.

 

In beiden Fällen handelt es sich um eine zweifache Brautfreiheit:

frei von Zwangsverheiratung von außen

und

innerlich frei von anderen Brautanwärtern.

 

Die fünf klugen Jungfrauen

haben in ihrer Brautfreiheit

auch noch Reserve-Öl für ihre Öllampen dabei.

Sie sind also nicht nur frei,

sondern auch treu.

 

Die törichten Jungfrauen müssen bitterlich erfahren,

dass man trotz aller Freiheit

die Treue nicht kaufen kann.

 

(Gedanken zum 32. Sonntag im Jahreskreis A)

Jetzt ergeht über euch dieser Beschluss, ihr Priester

02.11.2017, 05:41 Uhr

Mit diesen Worten aus dem Propheten Malachia

beginnt die erste Lesung:

„Jetzt ergeht über euch dieser Beschluss, ihr Priester“

(Mal 2,1)

 

und weiter:

„Ihr seid abgewichen vom Weg

und habt viele zu Fall gebracht durch eure Belehrung.“

(Mal 2,8)

 

Und Jesus fügt hinzu:

„Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen,

aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun;

denn sie reden nur,

tun selbst aber nicht, was sie sagen.“

(Mt 23,3)

 

Fazit: Je pingeliger man als Vorbild wird,

umso mehr dient man nicht dem Geist des Gesetzes,

sondern dem Buchstaben.

 

Es ist ein höchst aktuelles und zugleich uraltes Problem

– und gilt in Wirklichkeit für alle Vorbilder.

 

(Gedanken zum 31. Sonntag im Jahreskreis A)

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