Dienstag 24. April 2018

Die Hingabe des Allmächtigen

19.04.2018, 07:26 Uhr
Beim letzten Abendmahl spricht Jesus einerseits von einem Verrat gegen ihn,
und andererseits gibt er seine bedingungslose Hingabe bekannt.

Dass Jesus öfters mit seinen Jüngern in Getsemani zusammenkommt,
ist ausreichend bekannt.
Und durch seinen Kurzdialog mit Judas klingt alles wie vereinbart:
Der Treffpunkt steht fest, und was Judas tun will, das tue er bald.

Judas ist davon so überzeugt und überwältigt, dass es ihm sogar gelingt,
den Hohepriester Kajaphas ebenfalls davon zu überzeugen.
Und dieser überzeugt wiederum den römischen Statthalter Pontius Pilatus.

Alle sind überzeugt. Alles läuft nach Plan. Aber nach wessen Plan?
Hat die Kette der Überzeugungen nicht bei Jesus begonnen?

Das erinnert an das heutige Evangelium: „Niemand entreißt mir mein Leben,
sondern ich gebe es von mir aus hin.
Ich habe Macht, es hinzugeben,
und ich habe Macht, es wieder zu nehmen.“ (Joh 10,18)

(Gedanken zum 4. Sonntag der Osterzeit B)

Der Glaube an die Auferstehung

12.04.2018, 08:19 Uhr
Die Frauen haben ihre Schwierigkeiten damit.
Die Apostel haben ihre Schwierigkeiten damit.
Wir alle haben unsere Schwierigkeiten damit.

Jesus nennt die Folge seiner Auferstehung:
Die Sünden sind vergeben,
denn dieselbe Liebe, mit der der Vater ihn auferweckt hat,
schenkt der Vater auch uns.

Die Frauen verstehen das,
weil sie mit Jesus in persönlicher Beziehung stehen.

Die Aposteln verstehen das,
weil sie mit Jesus in persönlicher Beziehung stehen.

Wir alle verstehen das,
weil wir mit Jesus in persönlicher Beziehung stehen.

(Gedanken zum 3. Sonntag der Osterzeit B)

Keiner litt Not

05.04.2018, 13:58 Uhr
Sie taten alles, was sie besaßen, zusammen
und verteilten es untereinander auf.

Jeder bekam, was er brauchte
und keiner litt Not.

Wer meint, dass das eine Utopie sei,
der schaue sich einmal die heutigen Klöster an.
Er wird fündig werden.

(Gedanken zum 2. Sonntag der Osterzeit B)

Sie haben den Frauen nicht geglaubt

29.03.2018, 08:32 Uhr
Die Frauen waren die ersten, die vom Auferstandenen berichteten,
aber die Jünger glaubten ihnen nicht.

Als er den Zwölf – pardon, den Elf – selber erschien,
konnten sie es anfangs auch nicht glauben.
Warum?
Es fehlte der strahlende Glanz,
der sich ihnen vom Berg Tabor her eingeprägt hatte.

Die wenigsten Statuen vom Auferstendenen wirken heute überzeugend.
Warum?
Es fehlt ihnen meistens der Strahlenglanz,
den wir von den Gemälden her gewohnt sind.

Die Jünger von Emmaus erkannten ihn nicht einmal.
Es brannte ihnen zwar das Herz,
aber sie sahen kein große Licht.
Und an das brennende Herz dachten sie erst,
nachdem die Erscheinung wieder weg war.

Wie kam es dazu, dass die Elf
es „vor Freude immer noch nicht glauben konnten“?

Wohl, weil er ihnen gar so normal erschien.
Er musste ihnen sogar die vernarbten Wunden zeigen,
damit sie ihm glaubten.

Den Frauen erschien er am leeren Grab.
Auf dem Rückweg hatten sie, so wie die Emmausjünger, Zeit
zum Reflektieren.

Ihnen ist er wohl auch ohne Strahlenglanz erschienen.
Jedenfalls erzählen sie nichts davon.

(Gedanken zu den Drei Österlichen Tagen)

Die Palme

22.03.2018, 08:36 Uhr
Die Palme gehört zu den immergrünen Pflanzen.
Sie ist ein Symbol für das ewige Leben.

Märtyrer werden oft mit Palmenzweigen dargestellt,
weil sie selbst im Tod an das ewige Leben geglaubt haben,
oft sogar deswegen getötet wurden.

Die Palme ist den Märtyrerdarstellungen
im Nachhinein gegeben worden.
Jesus bekam sie im Voraus.

Auch das ist ein Glaubenszeugnis,
dem wir uns am Palmsonntag bedacht anschließen wollen.

(Gedanken zum Palmsonntag)

Der Neue Bund reloaded

15.03.2018, 08:00 Uhr
Nach dem Babylonischen Exil
erscheint erstmals bei den Propheten
der Ausdruck „Neuer Bund“
(Jer 31,31-33 und Ez 36,26-27)

Das Volk Israel hat nämlich den früheren Bund gebrochen,
indem es sich nicht an das Gesetz hielt.

Neu am Neuen Bund ist,
dass der Herr den Israeliten das Gesetz
nun auf ihr Herz schreibt.

Nochmals neu ist der Bund durch Jesus:
Selbst wenn die Gläubigen den Bund brechen,
bleibt Gott treu.

Und das kann man im Sakrament der Versöhnung
und im Sakrament der Eucharistie
jedesmal neu wirksam werden lassen.

Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes,…

(Gedanken zum 5. Sonntag in der Fastenzeit B)

Bis das Maß voll ist

08.03.2018, 07:50 Uhr
Das Volk ist untreu
angefangen von den führenden Männern und den Priestern.
Sie treiben Aberglauben, Leistungsglauben und andere Glauben,
und am siebten Tag gönnen sie sich keine Ruhe.

Das Maß ist voll.
Gott ist zornig,
so zornig,
dass es keine Heilung mehr gibt.

Die Frohe Botschaft bei all dem Zorn Gottes:
Es geht ihm einzig und allein um das Wohl der Menschen.
Das wird ihm ein Glaubender wohl nicht übel nehmen, oder?!

Die Strafe ist schwer:
Zerstörung aller Wohnhäuser,
Zerstörung sogar des Hauses Gottes (!),
Alle Bewohner werden als Gefangene abgeführt,
irgendwohin weit weg, wo all diese anderen Glauben herrschen.

Aber das Land,
das Land darf wieder aufatmen.
Es bekommt seine Ruhe zurück,
es bekommt seine Sabbate ersetzt,
bis das Maß der Ruhe wieder voll ist.

Dann erbarmt sich Gott wieder.

(Gedanken zum 4. Sonntag in der Fastenzeit B)
zur ersten Seite  vorherige Seite     1 2 3 ... 15 16 17     nächste Seite (n)  zur letzten Seite (l)
BENEDIKTINERABTEI
A-3511 Stift Göttweig
Tel: +43.(0)2732.85581-0
Fax +43.(0)2732.85581-266
info@stiftgoettweig.at
BENEDIKTINERSTIFT GÖTTWEIG, A-3511 Stift Göttweig, Tel. +43.(0)2732.85581-0