Wednesday 19. February 2020

Arme und Reiche

13.02.2020, 08:09 Uhr
Wer ein Gebot einhalten will,
und gewissenhaft den Sinn dieses Gebotes bedenkt,
wird konsequenter Weise
mehr den Sinn des Gebotes umsetzen
als es bloß buchstabengetreu zu befolgen.

Z.B. heißt es,
dass man nicht kleinlich sein soll, wenn man Gutes tut.
(Tob 4,16)

Jesus würde uns aber sagen:
Wo es Menschen gibt, die im Überfluss leben,
sollte überhaupt niemand arm sein.

Da hört man die Gegenstimmen:
„Das funktioniert nie!“

Aber darum geht es nicht. Sondern:
Wer trotz aller Gegenstimmen Armut zu lindern versucht,
der hat Großzügigkeit verstanden.
Darum geht es!

(Gedanken zum 6. Sonntag im Jahreskreis A)

Gott hat mich mit seiner der Hand berührt

06.02.2020, 08:17 Uhr
Du hilfst einem armen Menschen,
der aber zugleich tief im Herzen akzeptiert,
dass du es im Namen Gottes tust.

Und dann schreibt er dir:
„Heute hat mich Gott mit seiner Hand berührt.“
und:
„Er hat mir viel Freude geschenkt, ich spüre ihn sehr nahe.“

Da versteht man erst, was Jesus meint, wenn er sagt,
dass unsere guten Werke dazu da sind,
dass diejenigen, die sie sehen,
„euren Vater im Himmel preisen“.

(Gedanken zum 5. Sonntag im Jahreskreis A)

Überraschende Rettung

30.01.2020, 08:05 Uhr
Erwartet wird eine politische Wende,
eine gewaltige Entscheidung,
eine große Rettung,
denn es ist schon längst Zeit dafür!

Erwartet wird etwas ganz Großes, und…
es kommt ein Kind.

Nur der/die Erleuchtete
sieht auch in einem Baby
große Zukunft.

Der/die Erleuchtete heißt
Simeon – Hörer
und
Hanna – Gott ist gnädig.
Sie heißen so und leben es.

(Gedanken zum Fest Darstellung des Herrn)

Bedrohlich

23.01.2020, 06:37 Uhr
„Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft,
jeder Mantel, im Blut gewälzt…,

so hörten wir es in der 1. Lesung zu Weihnachten
in der Heiligen Nacht,

…wird verbrannt,
wird ein Fraß des Feuers.“

Dieser Satz schildert das Ende der Ungerechtigkeiten.

Was also bedrohlich klang und aussah,
wurde für uns ungefährlich gemacht.

Und ein paar Verse davor hieß es,
dass der Herr wie ein Licht das Volk im Dunkeln erleuchtet.

Diesen Satz hören wir nun am Sonntag wieder,
und zwar gleich zweimal.

Wir brauchen also keine Angst zu haben,
wenn wir uns manchmal bedroht fühlen!

(Gedanken zum 3. Sonntag im Jahreskreis A)

Bessere?

16.01.2020, 08:37 Uhr
„Ich taufe mit Wasser“,
sagt Johannes der Täufer,

„der nach mir kommt,
tauft mit dem Heiligen Geist.“

Beide Taufen sind zur Vergebung der Sünden:
Das Wasser gibt sie dir symbolisch an,
der Geist Gottes erfüllt dich damit.

Die symbolische Waschung spürst du auf der Haut,
der Geist Gottes erfüllt dich mit Freude und Geborgenheit.

Nur weil du getauft bist, bist du nicht ein besserer Mensch,
aber, wenn du deine Taufe bedenkst,
vor allem in schwierigen Momenten des Alltags,
dann g e h t es dir besser,

weil dir wieder bewusst wird, dass er in dir ist.
Das beruhigt.

(Gedanken zum 2. Sonntag im Jahreskreis A)

Geschehen lassen

09.01.2020, 08:04 Uhr
Das „Geschehen lassen“
ist eine Besonderheit bei der Taufe Jesu nach Matthäus:

Jesus kommt zu Johannes dem Täufer,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes will es verhindern.
Jesus sagt ihm: „Lass es zu!“ Und weiter:
„WIR müssen die ganze Gerechtigkeit (Gottes) erfüllen.“
Gemeint ist Gottes Heilsplan, die Vergebung der Sünden,
die den Bußfertigen symbolisch durch die Waschung bestätigt wird.

Da lässt es Johannes zu, und:
Jesus wird als der Sohn Gottes bestätigt – mehr als ein Symbol!
Seine Verkündigung kann nun beginnen.

Jesus beginnt auch damit, aber erst
sobald Johannes der Täufer ausgeliefert wird.
Ihre Wege haben sich gekreuzt, nicht ihre Botschaft.
Mit der Botschaft der Vergebung löst der eine den anderen ab.

Wenn es um Vergebung geht,
ist es manchmal besser, die Dinge geschehen zu lassen.
Da kannst du oft zuschauen, wie sich der Heilsplan Gottes erfüllt,
aber nicht von selbst,
sondern weil du seine Vergebung aktiv zugelassen hast.

(Gedanken zum Sonntag: Fest der Taufe des Herrn)

Licht

02.01.2020, 08:11 Uhr
Wie wenn sich starke Flutlichter in deinem Keller einschalten,
werden zwar alle schmutzigen Ecken sichtbar,
und viel unnützes Zeug,
aber auch die Größe des Raumes.
Zeit zum Entrümpeln.

Wenn du spätabends an einem unbekannten Ort ankommst,
und dir am nächsten Morgen die aufgehende Sonne
ein wunderschönes Panorama zeigt,
beginnst du zu staunen.
Zeit für Dankbarkeit.

Nimm die Anwesenheit des Herrn wie Flutlichter im Keller deines Alltags wahr,
und du wirst mit Freude neu beginnen.

Lass die Gegenwart Gottes wie die Sonne am Beginn von 2020 aufgehen,
und du wirst in Dankbarkeit neue Kraft in dir erfahren.

(Gedanken zum 2. Sonntag nach Weihnachten A)
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