Monday 30. March 2020

Lebensuhr

26.03.2020, 08:11 Uhr
Nur weil wir die Uhr zur Sommerzeit umstellen,
geht die Sonne eine Stunde später auf.

Jesus erweckt den Lazarus
und stellt ihm damit die innere Lebensuhr um –
und allen Anwesenden auch.

Lassen wir uns von ihm
unsere innere Lebensuhr umstellen
und einen Neubeginn starten.

(Gedanken zum 5. Sonntag in der Fastenzeit A)

Der Kranke ist zum Heilen da

19.03.2020, 08:22 Uhr
Der Religion und dem Zeitgeist entsprechend setzen auch die Jünger voraus,
dass die Krankheit eine Folge der Sünde sei,

denn sie fragen Jesus gar nicht, ob er das auch so sieht,
sondern sie fragen nur, ob der Blindgeborene selbst gesündigt hat,
oder seine Eltern.

Jesus antwortet, dass hier gar kein Fall von Sünde vorliegt,
sondern, dass Gott heilen will, und zwar durch uns:
solange es Tag ist, sollen wir die Werke Gottes vollbringen.

Dann zeigt er das sehr deutlich vor:
Er heilt nämlich den Blingeborenen, ohne das Thema Sünde anzusprechen,
ja sogar, ohne ihn zu fragen!

Zwar kommen die Sündenvergebungen im Johannesevangelium
sowieso nie im Zusammenhang mit körperlichen Heilungen vor,
aber Vorgespräche mit den Kranken schon – nur nicht mit dem Blindgeborenen.

Jesus geht es diesmal überhaupt nicht um die Werke der Menschen –
seien sie gut oder böse –,
sondern es geht ihm um die Werke Gottes,
und dass wir daran glauben!

Kurzfassung: Die Jünger meinen, Krankheit sei eine Strafe Gottes.
Jesus belehrt sie, dass sie sich die Augen öffnen lassen und Gottes Wundertaten erkennen sollen!

(Gedanken zum 4. Sonntag in der Fastenzeit A)

Hoffnung

12.03.2020, 08:11 Uhr
Es gäbe viele Schriftstellen als Beweis dafür,
dass du immer wieder neu lebst,
jedes Mal, wenn du dich neu auf den Herrn verlässt.

Wenn du es ausprobierst,
hast du außer den Schriftstellen
auch noch deine eigene Vergangenheit
als Beweis dafür.

Wo die Hoffnung sachlich begründet ist,
lebt es sich gut.

(Gedanken zum 3. Sonntag in der Fastenzeit)

40 Tage fasten

05.03.2020, 10:15 Uhr
Wie die Verklärung Jesu
ein kleiner Lichtblick vor seinem Tod
und seiner Auferstehung ist,

so sind es auch die Sonntage in der Fastenzeit.

Jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest.
Darum beginnt die Fastenzeit 46 Tage vor Ostern,
damit sich mit den Unterbrechungen der Sonntage
die 40 Tage Fasten ausgehen.

Freilich ist 40 nur eine symbolische Zahl
und bedeutet viel: Wir sollen viel fasten!

Aber genau deswegen
lassen wir uns durch die Sonntage ermutigen,
dass das Fasten etwas Schönes ist,
weil es zu etwas Wundervollem hinführt:
zu einem viel schöneren Leben.

(Gedanken zum 2. Sonntag in der Fastenzeit A)

Gott ähnlich

27.02.2020, 08:40 Uhr
Gott:
„Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich!“
(Gen 1,26)

Die Schlange:
„Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf;
ihr werdet wie Gott…“
(Gen 3,5)

Entweder bist du Gott ähnlich, wie Gott es sagt,
oder du bist es nicht, kannst es aber werden, wie die Schlange sagt.

Einer der beiden lügt.
Du kannst entscheiden, wer.

Ein kleiner Rat zur Entscheidung:
Gib dich nicht der falschen Demut hin.

(Gedanken zum 1. Sonntag in der Fastenzeit A)

Gottes Gebote sind leicht

20.02.2020, 08:11 Uhr
Warum stehen die Gebote im Imperativ („du sollst“)
und auch – in der Originalsprache – im Futur („du wirst“)?

Weil die Gebote,
zu denen der Herr uns verpflichtet,
uns so nah sind,
dass wir sie halten können:
Sie sind in unserem Mund
und in unserem Herzen
(vgl. Dtn 30,11-14).

Und warum sind sie uns so nah und in unseren Herzen?
Weil wir sein Abbild sind:
Gottes Befehl „Seid heilig“ begründet er damit,
dass er heilig ist.

Wer sich bewusst ist, Abbild Gottes zu sein,
der fühlt Gottes Gebote in seinem Herzen,
und dem fällt es nicht schwer,
sich zu seinen Geboten verpflichten zu lassen.

(Gedanken zum 7. Sonntag im Jahreskreis A)

Arme und Reiche

13.02.2020, 08:09 Uhr
Wer ein Gebot einhalten will,
und gewissenhaft den Sinn dieses Gebotes bedenkt,
wird konsequenter Weise
mehr den Sinn des Gebotes umsetzen
als es bloß buchstabengetreu zu befolgen.

Z.B. heißt es,
dass man nicht kleinlich sein soll, wenn man Gutes tut.
(Tob 4,16)

Jesus würde uns aber sagen:
Wo es Menschen gibt, die im Überfluss leben,
sollte überhaupt niemand arm sein.

Da hört man die Gegenstimmen:
„Das funktioniert nie!“

Aber darum geht es nicht. Sondern:
Wer trotz aller Gegenstimmen Armut zu lindern versucht,
der hat Großzügigkeit verstanden.
Darum geht es!

(Gedanken zum 6. Sonntag im Jahreskreis A)
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