Monday 14. October 2019

Gott sei Dank!

10.10.2019, 08:08 Uhr
Naaman ist glücklich, weil er vom Aussatz geheilt worden ist,
und wird noch glücklicher,
weil der Heiler statt eines persönlichen Dankgeschenkes
ein bedachtes „Gott sei Dank!“ annimmt.

Der Samariter ist glücklich, weil er vom Aussatz geheilt worden ist,
und wird noch glücklicher,
weil Jesus anerkennt,
dass er ein bedachtes „Gott sei Dank!“ ausgesprochen hat.

Wir sagen es oft: „Gott sei Dank!“
Vorschlag: Sagen wir es hin und wieder auch ganz bedacht.
Das wirkt Wunder,
Wunder der Freude.

(Gedanken zum 28. Sonntag im Jahreskreis C)

Kontrolle ist gut. Vertrauen ist besser

03.10.2019, 09:48 Uhr
Ein vertrauenswürdiger Mitarbeiter,
den der Chef auch gut behandelt,
vertraut auch seinerseits seinem Chef.

Da gelingt ihm jede Handlung,
die er im Namen seines Chefs macht.

So ähnlich ist es mit den Wundern:
Sie gelingen denen,
die mit dem Herrn in einem guten Vertrauensverhältnis stehen.

(Gedanken zum 27. Sonntag im Jahreskreis C)

Das Nichtstun

26.09.2019, 08:06 Uhr
„Weh!“, sagt der Prophet Amos
„den Sorglosen…und den Selbstsicheren“.

Leider wird in der Sonntagslesung unterschlagen,
dass er ihnen im selben Atemzug auch sagt:
„Ihr führt die Herrschaft der Gewalt herbei.“

Viele fragen sich nämlich,
woher weltweit die vielen gewalttätigen Ausschreitungen
ganzer Massen herkommen.

Doch schon im 8. Jh. v. Chr. wurde das beantwortet:
vom Nichtstun der Machthaber.
(Am 6,1-6)

Mit dem Gleichnis vom reichen Mann
und dem armen Lazarus
schlägt Jesus in dieselbe Kerbe.
(Lk 16,19-31)

Aber die zweite Lesung macht Mut:
Wir haben alle Kraft, Jesus treu zu bleiben,
denn er bleibt uns treu,
und daher wird uns nichts erschüttern.
(1 Tim 6,11-16)

(Gedanken zum 26. Sonntag im Jahreskreis C)

Selig die Genügsamen

19.09.2019, 07:53 Uhr
Der Verwalter wird entlassen.
Was soll er tun?

Er könnte sich bei seinem Chef einschleimen,
sich von ihm korrumpieren lassen.
Aber er denkt nicht einmal daran.

Vielmehr besticht er seinerseits die Kunden seines Chefs,
damit sie ihn aufnehmen.

Er weiß genau,
dass er sich damit keine Luxuspension schafft,
sondern nur eine Überlebensmöglichkeit.

Er ist nämlich genügsam.
Die Kunden seines Chefs sind es nicht.
Sie lassen sich korrumpieren.

Jeder ist für seine inneren Abhängigkeiten selbst verantwortlich.
Der Verwalter hat seine eigene Abhängigkeit abgelegt
und nützt die der Anderen aus.
„Klug!“, sagt Jesus.

(Gedanken zum 25. Sonntag im Jahreskreis C)

Stell dir vor, du bist Gott

12.09.2019, 08:35 Uhr
Jesus erzählt den Pharisäern
als erstes von drei Gleichnissen
das vom verlorenen Schaf.

Dabei sagt er aber nicht:
„Ein Hirte von 100 Schafen hatte einmal eines verloren…“,
sondern:
„Wenn einer von euch 100 Schafe hat und eins davon verliert,…“

Er mutet ihnen also zu, dass sie alle so gut sind,
dass sie das verlorenen Schaf suchen würden.

So traut er ihnen auch zu,
dass sie nun als Zuhörer
wegen ihrer eigenen Liebe,
die sie dem verlorenen Schaf erweisen würden,
die Liebe Gottes verstehen können.

Ist das nicht schön?

Ist das nicht auch ein Modell für uns,
wenn wir selbstgerechten Gläubigen begegnen?

(Gedanken zum 24. Sonntag im Jahreskreis C)

Das Leben geht weiter

05.09.2019, 09:33 Uhr
Ob du deine Zukunft ahnst oder nicht,
ob du die Pläne Gottes kennst oder nicht:
Das Leben geht weiter,

und im rechten Augenblick wirst du schon erkennen,
was zu tun ist,

und es wird nicht zu spät sein.

Das ist schön so.

Also: Geduld!

(Gedanken zum 23. Sonntag im Jahreskreis C)

„Das muss ich haben“,

29.08.2019, 08:20 Uhr
so dachte schon der Mensch im Paradies,
und will der heutige Werbepsychologe, dass auch wir so denken.

Wie schön ist es,
von diesem Zwang frei zu sein!

Ich denke an die Großmutter,
die einfach zufrieden war, mit dem, was sie hatte.

Ich denke an gerettete Menschen,
die ihre vergangene Not dankbar hinter sich lassen.

Ich denke an meine Freunde,
die einfach genügsam sind,
und deshalb Zufriedenheit ausstrahlen.

Sie alle geben mir Kraft.

(Gedanken zum 22. Sonntag im Jahreskreis C)
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