Wednesday 4. August 2021

Wunder machen?

29.07.2021, 08:30 Uhr
Die Fans Jesu haben seine Wunder miterlebt,
auch die Brotvermehrung.

Jetzt wollen sie „die Werke Gottes“ selber vollbringen können,
und fragen ihn, wie das geht.

Jesus kontert, dass „das Werk Gottes“ darin besteht,
dass sie an ihn glauben.

In dieser Antwort ist im Grunde genommen
die ganze Brotrede der kommenden Sonntage zusammen gefasst.

(Gedanken zum 18. Sonntag im Jahreskreis B)

Teil selbst die Nahrung aus

22.07.2021, 08:19 Uhr
Gib einem notleidenenden Mensch zu essen,
und er wird dir vertrauen.

Der Herr selbst ernährt das Volk Israel in der Wüste,
damit es ihm vertraut.

Bei der Brotvermehrung durch Elischa entgegnet sein Diener ausdrücklich,
dass er nicht 100 Männern so wenig Brot vorsetzen wird.

Da teilt es Elischa selber aus.
Und alle werden satt und lassen sogar noch übrig.

Auch bei der Brotvermehrung der 5000,
nämlich bei der, die Johannes erzählt,

teilt Jesus die Brote selber aus.
Und das Vertrauen in ihn und seine Botschaft wächst.

(Gedanken zum 17. Sonntag im Jahreskreis B)

Urlaubsmut und Seelsorgsmut

15.07.2021, 08:07 Uhr
Erfolgreich kommen die Jünger aus der Mission zurück.
Jesus will, dass sie sich ein wenig erholen.

Dazu gibt es eine Arbeitsteilung und eine Urlaubsteilung:
Er selbst kümmert sich nun um die vielen Menschen,

die gerade wegen des Erfolges der Jünger herbeiströmen.
Er heilt und lehrt. So können sich die Jünger ein wenig ausruhen.

Dann aber haben diese Leute Hunger,
und da „braucht“ Jesus seine Jünger wieder.

Sie machen mit, packen an,
und zwar bei einem realistisch betrachtet aussichtslosen Unternehmen.
Mutig!

Jesus braucht auch heute Seelsorgerinnen und Seelsorger.
Wenn du eine mutige Person kennst, sprich sie an.

(Gedanken zum 16. Sonntag im Jahreskreis B)

Genügsamkeit

08.07.2021, 17:41 Uhr
Jesus schickt seine Jünger in die Mission.
Aber was sollen sie verkünden?

Dass es uns im Grunde gut geht,
weil wir, wenn wir wollen, von Abhängigkeiten (Dämonen) frei sind,

und dass Krankheit und Tod
nicht das Ende des Lebens sind.

Der Erfolg dieser Mission ist,
dass „Tausende“ bei Jesus zusammen laufen.

Ihre anschließende Sättigung
ist in Wirklichkeit nur ein kleines Nebenwunder zwischendurch.

Was wir brauchen ist das genügsame Bewusstsein,
dass es uns im Grunde genommen gut geht.

(Gedanken zum 15. Sonntag im Jahreskreis B)

Prophet im eigenen Land – Vergangenheitsbewältigung

01.07.2021, 08:02 Uhr
Jesus wird in seiner Heimatstadt abgelehnt,
und zwar wegen seiner Vergangenheit.

Er kann damit umgehen.
Er bewältigt nämlich seine Vergangenheit unter anderem dadurch,
dass er seine Gegenwart als für wichtiger erklärt.

Ohne seine Vergangenheit zu leugnen,
fordert er seine Kritiker heraus, ihn eher danach zu beurteilen,
wie sie ihn jetzt in der Gegenwart erleben.

Zur Vergangenheitsbewältigung gehört zwar dazu,
dass man zu ihr steht.
Aber noch mehr zur Gegenwart.

Außerdem kannte Jesus sicher die Bibelstelle,
in der etwa 550 Jahre zuvor Gott selbst den Propheten Ezechiel davor gewarnt hatte,
dass ihn ausgerechnet seine eigenen Landsleute nicht anerkennen würden.
Auch dieses Wissen Jesu war ihm bei seiner Vergangenheitsbewältigung wohl nützlich.

(Gedanken zum 14. Sonntag im Jahreskreis B)

Dein Glaube hat dich gerettet

24.06.2021, 08:20 Uhr
Die Frau hat zwölf Jahre lang buchstäblich alles versucht,
um von ihrem Blutfluss geheilt zu werden.

Nur den Glauben hat sie noch nicht dafür eingesetzt.
Zwölf Jahre lang.
Nicht.

Erst als sie am Ende ist,
als sie nichts mehr hat,
nicht einmal etwas zum Leben,

oder weil sie ihren Glauben jetzt erst
mit einer Person in Verbindung setzen kann?,

da glaubt sie.
Fest.

Und es ist nicht zu spät.
Kein Vorwurf.

Einfach nur:
„Dein Glaube hat dich gerettet.“

(Gedanken zum 13. Sonntag im Jahreskreis B)

Sturm auf hoher See

17.06.2021, 08:30 Uhr
Die Symbolik bei allen Seestürmen im AT und im NT ist,
dass Gott souverän das Wasser / die Urflut / das Chaos beherrscht.

Bereits auf der ersten Seite der Bibel steht gleich im zweiten Satz:
„und Gottes Geist schwebte über dem Wasser“ (Gen 1,2).

Unter anderem heißt es auch über die Handelsschiffe auf hoher See,
dass die Besatzungen bei wildem Seesturm zum Herrn schrien,
und dass er sie erhörte und zum sicheren Hafen führte (Ps 107,23-32).

Ein Bild für Ungewissheit und Angst
ist der persönliche Sturm auf hoher See.

Doch plötzlich verfliegt die Angst für denjenigen,
der weiß, auf wen er sich verlassen kann
– und es auch tut.

(Gedanken zum 12. Sonntag im Jahrekreis B)
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