Mittwoch 17. Oktober 2018

Schönheitsoperation oder Weisheitsoperation?

11.10.2018, 08:30 Uhr
Ein Gesicht ohne Falten
oder
ein unbestechliches Urteilsvermögen in Sachen Gerechtigkeit?

Salomo entschied sich für Letzteres.
Er erbat es und bekam es.

(Gedanken zum 28. Sonntag im Jahreskreis B)

„Ehe“ ist nicht christlich

04.10.2018, 10:57 Uhr
„Ehe“
„Hochzeit“
„Heirat“
„Trauung“
„Vermählung“

All diese Wörter
haben trotz ihrer christlichen Tradition
keine Wortwurzel aus der christlichen Lehre.

Füge den Ausdruck „Sakrament“ hinzu,
und es wird klar, was es dann ist:
„Ein wirksames Zeichen der treuen Liebe Gottes“.

„Ehe für alle?“ ist demnach keine christliche Frage.
Allerdings ist es eine Fangfrage an Christen.

Nicht reinfallen!

(Gedanken zum 27. Sonntag im Jahreskreis B)

Wer Gutes tut, gehört dazu

27.09.2018, 08:42 Uhr
Die Jünger haben Angst um die Marke „Jesus“
und sehen ihr Copyright bedroht:

„Da darf nicht sein,
dass es da andere gibt,
die nicht zu uns gehören,
und die im Namen Jesu Wunder vollbringen!“

Jesus antwortet (frei übersetzt):
„Keine Sorge: Wer Gutes tut, der gehört zu uns.“

Ein seit 2000 Jahren wütender
und leider bisher kaum bekämpfter Virus
innerhalb der Kirche lautet:
„Wer nicht zu uns gehört,
gehört nicht zu uns,
und wenn er noch so viel Gutes tut.“

Und dann trauern wir darüber,
dass so wenige „zu uns“ gehören.
Was aber noch schlimmer ist:
Wir sehen nicht das Gute, dass die Vielen tun,
die „nicht zu uns“ gehören.

(Gedanken zum 26. Sonntag im Jahreskreis B)

Gönnen bringt Frieden

20.09.2018, 08:09 Uhr
Wenn man sieht,
wie gut es jemandem geht,
weil er z.B. beliebt, begabt oder erfolgreich ist,
und wenn man es ihm nicht gönnt,
dann kann es sein,
dass man eifersüchtig wird.

Das schafft Unfrieden.

Gönnt man es ihm,
dann ist man mit ihm in Frieden
und fühlt sich selber auch wohl.

Gönnen bringt Frieden mit den Menschen und mit sich selbst.

(Gedanken zum 25. Sonntag im Jahreskreis B)

Gute und böse Werke

13.09.2018, 08:12 Uhr
Auf dem Weg zur Kirche
über andere abschätzig reden,
und nach der Messe gleich wieder?

Der Widerspruch ist groß,
der in der Kirche gefeierte Glaube klein.

Der Weg zur Kirche
ist übrigens
der Alltag
von Montag bis Freitag.

Und was das abschätzige Reden betrifft:
Es gibt sowohl „Ungläubige“ als auch „Gläubige“,
die sowohl gute als auch böse Werke vollbringen.
Um diesen Satz zu verstehen,
muss man die Anführungszeichen beachten.

Wer im Augenblick einer Handlungsentscheidung
sich mit dem Herrn in Verbindung setzt (glaubt),
der entscheidet sich 100%ig zur guten Handlung.

Je öfter umso gläubiger.

(Gedanken zum 24. Sonntag im Jahreskreis B)

Speichel und Vertrauen

06.09.2018, 08:47 Uhr
Speichel hat eine große Wirkungsbreite
vom Desinfizieren bis zum Infizieren.

Auch schon allein die Vorstellung von Speichel
bewirkt einen ebenso weiten Spannungsbogen
von Ekel erregender Ablehnung
bis zum Kuss gelüstenden Verlangen,

von anspucken
bis vertrauen.

Jesus heilt einen Taubstummen,
indem er ihn zuerst beiseite nimmt,
was als Einladung verstanden werden kann, ihm zu vertrauen.
Dann legt er ihm die Finger in die Ohren
und berührt die Zunge mit Speichel.

In ähnlicher Weise heilt er auch Blinde.

Es geht ums Gotttvertrauen.

(Gedanken zum 23. Sonntag im Jahreskreis B)

Die Verkehrsampel in der Nacht

30.08.2018, 08:03 Uhr
An manchen Kreuzungen werden die Verkehrsampeln
in der Nacht umgeschaltet,
und sie blinken gelb.

Die Verkehrsteilnehmer verhalten sich dann vorsichtiger.

Kaum bricht der Tag an,
hält man sich wieder an die regelnden Ampeln.
Und das ist auch gut.

Doch manchmal wird es zu viel.
Je mehr Schilder und Gesetze aufgestellt werden,
umso schwieriger wird es, sie alle zu beachten,
und umso mehr pocht jeder auf sein Recht.

Die gelb blinkende Ampel ist ein guter Mittelweg:
Sie wird nicht ganz ausgeschaltet.
Blinkend erinnert sie uns an Vorsicht
im Umgang mit den Verkehrsteilnehmern.

Im Umgang mit den Mitmenschen im Alltag
genügt es manchmal,
das im Herzen blinkende Hauptgesetz
der Gottes- und Nächstenliebe zu beachten.

(Gedanken zum 22. Sonntag im Jahreskreis B)
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