Donnerstag 29. Juni 2017

Glaube ja – Liebe nein?

29.06.2017, 07:49 Uhr

„An Gott glauben ist eine Sache,

ihn lieben ist eine andere“,

meinen viele Gläubige.

 

Jesus ist da anderer Meinung:

„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,
ist meiner nicht würdig.“ (Mt 10,37)

 

Der Beweis dafür liegt in jeder Extremsituation:

Wenn du in einem brenzligen Gespräch deinen Glauben verleugnest

in der Öffentlichkeit,
am Arbeitsplatz,
unter Freunden,
in der Familie…

 

Das passiert dir nicht, wenn du ihn liebst.

 

(Gedanken zum 13. Sonntag im Jahreskreis A)

Keine Angst!

22.06.2017, 14:38 Uhr

Das gesamte Thema im AT und NT gegen Götzenkult

lässt sich mit einem Satz zusammenfassen:

 

Alles, was Angst macht, kommt nicht von Gott.

„Weckt Tote auf!“

17.06.2017, 08:12 Uhr

Den Christen aller Konfessionen

sollte es vor allem darum gehen,

gemeinsam zu verkündigen, dass der Auferstandene lebt.

 

Heute wie damals will der lebende Heiland durch uns

„Kranke heilen,

Tote auferwecken,

Aussätzige rein machen

und Dämonen austreiben“ (Mk. 10, 8).

 

Nicht alles können wir,

aber wir können zumindest die unterstützen,

die auch nur einen Bruchteil davon tun

– auch wenn es nicht ausdrücklich christliche Institutionen sind,

 

z.B. Ärzte ohne Grenzen,

Sozialfonds in der eigenen Gemeinde,

usw.

 

Aber es gibt auch

– ohne die wörtliche Interpretation abzulehnen:

lebende Leichen, Aussätzige und Dämonisierte

in unseren Betrieben und Familien.

Mit einem Bisschen Liebe kann man da schon einiges heilen,

ja sogar lebendig machen.

 

 

(Gedanken zum 11. Sonntag im Jahreskreis A)

Liebe gegen Vernunft?

08.06.2017, 08:47 Uhr

Ein Pfarrer predigt einmal am Dreifaltigkeitssonntag

über die Liebe zwischen den drei göttlichen Personen,

und dass sie auch für die Politiker ein Vorbild wäre.

 

Da erwidert ein ganz frommer Kirchengeher und Politiker:

„Aber Herr Pfarrer,

in der Politik steht nicht die Liebe als oberstes Prinzip,

sondern die Vernunft!“

 

Der Pfarrer antwortet:

„Dann werden Sie mir aber hoffentlich zustimmen,

lieber Bruder im Herrn,

dass die göttliche Liebe die Vernunft schlechthin ist.“

 

(Gedanken zum Dreifaltigkeitssonntag A)

Wie Geist-reich bin ich?

01.06.2017, 08:21 Uhr

In diesen Tagen habe ich eine Person getroffen,

die an einem unheilbaren Krebs erkrankt ist

und trotz allem weinen und lachen kann.

 

Wenn du deshalb über allem drüberstehst,

weil du mit dem Auferstandenen verbunden bist,

dann bist du reich an Heiligem Geist.

 

(Gedanken zum Pfingstfest)

Der Geist der instinktiven Hilfe

26.05.2017, 08:07 Uhr

Ein gewisser Stephen Jones

ist zufällig beim Manchester-Attentat zugegen,

sieht die blutüberströmten, schreienden Kinder

und eilt hinzu, hilft unverzüglich

instinktiv.

 

Stephen Jones ist einer von Hunderten von Helfern,

aber er ist obdachlos.

Ihm wird jetzt besonders gedankt.

 

Freilich: auch den anderen Helfern wird gebührend gedankt.

 

Aber die selbstlose Hilfe des mittellosen Stephens

hat Emotionen hervorgerufen,

Bewunderung,

Zeitungsmeldungen,

sogar große Geldspenden…

 

Obwohl der Einsatz für Hilfsbedürftige

an alle Helfer ergeht,

hat der konkrete Dank an Stephen

ihm eine neue Existenz ermöglicht.

 

Jesus betete für die unterschiedlichsten Seinen,

dass sie alle den Heiligen Geist bekommen,

auch Stephen.

 

(Gedanken zum 7. Sonntag der Osterzeit A)

In der Liebe bleiben

18.05.2017, 08:22 Uhr

Die Gebote-Gläubigen bestehen aufs „Brav sein“,

um Gottes Liebe nicht zu strapazieren

– letztlich haben sie Angst vor Gott,

 

Die Toleranz-Gläubigen pfeifen aufs „Brav sein“,

weil sie mit der Barmherzigkeit Gottes kalkulieren

– letztlich nützen sie seine Liebe aus.

 

Und was sagt Jesus?

„Wenn ihr meine Gebote haltet,

– gemeint ist: aus Liebe,

also nicht aus Angst,

aber auch nicht mit Kalkül –,

dann werdet ihr in meiner Liebe bleiben.“ (Joh 15,10)

 

Das Ziel ist also nicht das Sammeln von Gutpunkten,

sondern, in der Liebe zu bleiben.

 

(Gedanken zum 6. Sonntag der Osterzeit A)

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