Wednesday 22. January 2020

Bessere?

16.01.2020, 08:37 Uhr
„Ich taufe mit Wasser“,
sagt Johannes der Täufer,

„der nach mir kommt,
tauft mit dem Heiligen Geist.“

Beide Taufen sind zur Vergebung der Sünden:
Das Wasser gibt sie dir symbolisch an,
der Geist Gottes erfüllt dich damit.

Die symbolische Waschung spürst du auf der Haut,
der Geist Gottes erfüllt dich mit Freude und Geborgenheit.

Nur weil du getauft bist, bist du nicht ein besserer Mensch,
aber, wenn du deine Taufe bedenkst,
vor allem in schwierigen Momenten des Alltags,
dann g e h t es dir besser,

weil dir wieder bewusst wird, dass er in dir ist.
Das beruhigt.

(Gedanken zum 2. Sonntag im Jahreskreis A)

Geschehen lassen

09.01.2020, 08:04 Uhr
Das „Geschehen lassen“
ist eine Besonderheit bei der Taufe Jesu nach Matthäus:

Jesus kommt zu Johannes dem Täufer,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes will es verhindern.
Jesus sagt ihm: „Lass es zu!“ Und weiter:
„WIR müssen die ganze Gerechtigkeit (Gottes) erfüllen.“
Gemeint ist Gottes Heilsplan, die Vergebung der Sünden,
die den Bußfertigen symbolisch durch die Waschung bestätigt wird.

Da lässt es Johannes zu, und:
Jesus wird als der Sohn Gottes bestätigt – mehr als ein Symbol!
Seine Verkündigung kann nun beginnen.

Jesus beginnt auch damit, aber erst
sobald Johannes der Täufer ausgeliefert wird.
Ihre Wege haben sich gekreuzt, nicht ihre Botschaft.
Mit der Botschaft der Vergebung löst der eine den anderen ab.

Wenn es um Vergebung geht,
ist es manchmal besser, die Dinge geschehen zu lassen.
Da kannst du oft zuschauen, wie sich der Heilsplan Gottes erfüllt,
aber nicht von selbst,
sondern weil du seine Vergebung aktiv zugelassen hast.

(Gedanken zum Sonntag: Fest der Taufe des Herrn)

Licht

02.01.2020, 08:11 Uhr
Wie wenn sich starke Flutlichter in deinem Keller einschalten,
werden zwar alle schmutzigen Ecken sichtbar,
und viel unnützes Zeug,
aber auch die Größe des Raumes.
Zeit zum Entrümpeln.

Wenn du spätabends an einem unbekannten Ort ankommst,
und dir am nächsten Morgen die aufgehende Sonne
ein wunderschönes Panorama zeigt,
beginnst du zu staunen.
Zeit für Dankbarkeit.

Nimm die Anwesenheit des Herrn wie Flutlichter im Keller deines Alltags wahr,
und du wirst mit Freude neu beginnen.

Lass die Gegenwart Gottes wie die Sonne am Beginn von 2020 aufgehen,
und du wirst in Dankbarkeit neue Kraft in dir erfahren.

(Gedanken zum 2. Sonntag nach Weihnachten A)

Ein neues Familiengesetz

26.12.2019, 08:16 Uhr
Es gehört schon sehr viel Vertrauen in Gott,
so wie Maria bei all den Schwierigkeiten einzuwilligen,
Mutter zu werden.

Ähnlich hat sich Josef mehrmals hintereinander
auf Gottes undurchschaubare Pläne eingelassen.

Das Jesuskind selbst war den Eltern gehorsam,
was ebenso Gottvertrauen bedeutet.

Als Erwachsener wird er einmal sagen:
Meine Mutter und meine Geschwister sind die,
die den Willen meines Vaters tun.

Das ist Jesu etwas anderes Kriterium für Familie und Verwandtschaft.

(Gedanken zum Fest der Heiligen Familie)

Rettung in der Not

19.12.2019, 08:34 Uhr
Jetzt geht die Prophezeiung in Erfüllung:
Einer, der allmächtig ist,
mehr noch:
der Einzige, der allmächtig ist,
er ist mit uns.

Er ist schon lang mit uns.
Immer schon gewesen.

Aber in diesen Tagen feiern wir besonders,
dass sich diese Prophezeiung erfüllt hat,

angefangen von seiner Menschwerdung
– Immanuel = Gott ist mit uns –
bis zu seiner Auferstehung.

Was sollen wir da noch fürchten?
Was denn?

(Gedankem zum 4. Adventsonntag A)

Lauter frohe Botschaften

12.12.2019, 08:31 Uhr
Alle, die Gott vertrauen,
dürfen Mut haben,
denn alles wird gut für sie,
weil sie auf Gott vertrauen.

Wer in seinem rechtschaffenen Handeln gelähmt ist,
oder vor der Not der Mitmenschen blind
oder taub für ein gutes Wort
oder beim Glaubensbekentnis stumm ist,
aber Gott neu vertraut,
der gewinnt seine innere Kraft für all das gute Wirken wieder zurück.

Auch der körperlich Gelähmte, Blinde, Taube und Stumme
gewinnt seine innere Kraft wieder zurück,
wenn er dem Herrn vertraut.

Wer alles im Alltag nur grau sieht,
aber dem Herrn vertraut,
der entdeckt wieder all das Bunte im Leben.

Wer von Ungeduld geplagt ist,
weil seine Mitmenschen „alles falsch“ machen,
sich aber auf Gott verlässt,
der wird plötzlich geduldig und „steht über allem drüber“.

Denn: Selig, wer an Jesu Frohbotschaft keinen Anstoß nimmt,
sondern ihm vertraut!

(Gedanken zum 3. Adventsonntag A)

Ursünde Zweifel

05.12.2019, 08:26 Uhr
Liebe Mirjam, kleine Mirjam, kleine, ganz, ganz kleine,
gerade nur eine Zelle, gerade erst gezeugt.

Er versucht, dir einzureden, von dem Baum zu essen.
Er sagt, dass meine Gebote nicht gut sind für die Welt.

Und man wird dich glauben lassen, ich hätt’ dich vergessen,
und eingeschränkt deine Freiheit, doch frei bist du von Angst.

Und selbst wenn du eines Tages deinen Sohn zu Grab trägst,
ist meine Liebe allmächtig und stärker als der Tod.

Du wirst nicht zweifeln,
wirst an meiner Liebe nicht zweifeln.
Und frei von Sünde ist,
wer an meiner Liebe nicht zweifelt.

Noten: www.sadg.org/#188

(Gedanken zum 2. Adventsonntag A – zugleich Hochfest der ohne Ursünde Empfangenen)
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