Sonntag 26. März 2017

Mit Speichel heilen

23.03.2017, 08:17 Uhr

Speichel kann sowohl desinfizieren als auch infizieren.

 

Allein das Wort „Speichel“ kann sowohl eine bis zum Ekel erregende Ablehnung hervorrufen,

als auch ein gelüstendes Verlangen nach einem Kuss
– je nach Vertrauen.

 

Die Spannweite ist groß.

Dazwischen gibt es Hunde, die einem ungefragt das Gesicht abschlecken

und Mütter, die ihren Kindern mit Spucke die schmutzige Wange abwischen
– je nach Vertrauen.

 

Bevor Jesus einen Taubstummen und einen Blinden mit Speichel heilt,

nimmt er sie beiseite (Mk 7,33), den Blinden führt er sogar an der Hand (Mk 8,23) 

– eine spürbare Einladung, ihm zu vertrauen.

Und einem Blindgeborenen streicht er Speichel und Erde auf die Augen (Joh 9,6).

 

Wollte nun Jesus mit dem Teig aus Erde und seinem Speichel

bloß auf die beiden Elemente Erde und Wasser anspielen,

die im Schöpfungsbericht als Voraussetzung für das Leben stehen,

dann hätte ihm wohl das Wasser des dortigen Teiches Schiloach genügt.

 

Mit seinem Speichel lädt er eher zu mehr ein,

nämlich dazu, ihm als dem Gesandten des Schöpfers voll und ganz zu vertrauen.
– denn es geht ihm ums Gottvertrauen.

 

(Gedanken zum 4. Sonntag in der Fastenzeit A)

Wasser quillt aus dem Tempel

16.03.2017, 08:19 Uhr

Wasser quillt aus dem Tempel.

Es quillt das Wasser des Lebens!

 

Und wo das Wasser auch hinkommt,

bringt es Heil und Segen.

Heil und Segen.

 

Wasser quillt aus dem Tempel.

Es quillt das Wasser des Lebens

 

Es quillt das Wasser vom Tempel,

strömt heraus vom Felsen.

Aus dem Herzen.

 

Wasser quillt aus dem Tempel.

Es quillt das Wasser des Lebens!

 

Melodie:

hören (http://www.sadg.org/Wasser.quillt.mp3)

Noten PDF (http://www.sadg.org/Wasser.quillt.A4.pdf)

 

(Gedanken zum 3. Sonntag in der Fastenzeit)

In die Zukunft hinein hören

08.03.2017, 16:40 Uhr

Was Gott mit Abraham probiert hat,

nämlich ihn anzusprechen,

das hat er doch schon mit jedem von uns probiert.

 

Es lohnt sich,

auf ihn einzugehen.

 

(Gedanken zum 2. Sonntag in der Fastenzeit A)

Gott ist schuld?

02.03.2017, 08:12 Uhr

Immer wieder höre ich den Vorwurf an Gott:

„Hätte er nicht verboten, von dem Baum zu essen,

sondern ihn stattdessen dicht eingezäunt,

hätte der Mensch nicht gesündigt.“

 

Es stimmt zwar,

dass alles, was verboten ist, neugierig macht.

 

Aber wenn nichts verboten wird,

oder alles Schlechte hermetisch abriegelt wird,

kann ein Erwachsener sich nicht bewusst

gegen das Schlechte entscheiden.

 

Nur wenn ich ganz praktisch

auch das verbotene Böse tun könnte,

kann ich mich auch bewusst

für das Gute entscheiden.

 

(Gedanken zum 1. Sonntag in der Fastenzeit A)

Gott oder Mammon

23.02.2017, 08:07 Uhr

Man kann Gott vertrauen,

vielleicht nur ganz wenig, 

oder sehr,
oder total.

 

Aber man kann nicht sowohl ihm vertrauen
als auch zugleich irdischen, vergänglichen Heilssprüchen.

 

(Gedanken zum 8. Sonntag im Jahreskreis A)

Die Machthaber dieser Welt

16.02.2017, 08:32 Uhr

Manche Machthaber sind großartig: sie dienen dem Volk,

andere trampeln darauf herum.

 

Manche Machthaber sind weise: sie planen nachhaltig,
andere halten sich für weise, aber sie sind kurzsichtig.

 

Die Weisheit der Weltlichen ist Torheit vor Gott.

(vgl. 1 Kor 3,19)

 

– und umgekehrt:

Die Weisheit Gottes ist Torheit für die Kurzsichtigen.

 

(Gedanken zum 7. Sonntag im Jahreskreis A)

Der Gesetzeskult

09.02.2017, 09:31 Uhr

Die egoistischen Machthaber dieser Welt 
denken nicht an die Schöpfungsordnung 
und dass vor Gott alle Menschen gleich sind. 


Sie wollen andere Ziele erreichen 
– welche auch immer – zu ihrer eigenen Befriedigung. 
Und sie schaffen dazu Gesetze. 


Auch das Gesetz kann ein Götze sein. 
Wenn man es nämlich höher bewertet als den Menschen. 


(Gedanken zum 6. Sonntag im Jahreskreis A) 

 

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