Sonntag 30. April 2017

Ein Produkt des Verfallsdatums

27.04.2017, 08:24 Uhr

Wenn in einem Supermarkt die Haltbarkeit eines Lebensmittels bald verfällt,

findet man es separat und im Sonderangebot.

Es geht ums Geld:

Wenn es noch jemand kauft, hat sich der Supermarkt ein wenig Geld erspart.

 

Wenn in Arkansas die Haltbarkeit eines Betäubungsmittels bald verfällt,

wird die Hinrichtung der zum Tod Verurteilten vorgezogen.

Es geht ums Geld…

 

Hat der Staatspräsident die Verurteilten etwa begnadigt?

Nein.

Soviel ist der Mensch dem angeblich mächtigsten Mann der Welt wert.

 

Jesus hat mich, Schuldigen, begnadigt, sogar losgekauft

– nicht um Geld,

sondern mit seinem eigenen Leben (1 Petr 1,18-19).

Soviel ist der Mensch dem angeblich machtlosen Rabbi aus Galiläa wert.

 

Ja, darum ist er mein Gott!

 

PS:

Anscheinend verfällt auch die Haltbarkeitsfrist der USA-Waffen…

Und wie viel sind den USA die unschuldigen Zivilisten in Nordkorea wert?

 

(Gedanken zum 3. Sonntag der Osterzeit A)

Gold im Feuer

20.04.2017, 08:36 Uhr

Durch Prüfungen soll sich unser Glauben bewähren,
„und es wird sich zeigen,

dass er wertvoller ist als Gold,

das im Feuer geprüft wurde

und doch vergänglich ist.“ (1 Petr 1,6-7)

 

Mich persönlich überzeugt dieses Bild,

dass der Herr uns trotz all unserer Schwächen,

für Goldes wert einschätzt,

selbst wenn dies bedeutet,

dass wir im Schmelzofen geläutert werden müssen.

 

(Gedanken zum 2. Sonntag der Osterzeit)

Die Leidenschaft Gottes, uns zu erlösen

13.04.2017, 09:58 Uhr

Ex 3,2

Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch

und verbrannte doch nicht.

 

Lk 12,49

Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.

Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!

 

"Als der Dornbusch nicht verbrannte,

war das schon das Zeichen

deines ewig brennenden Verlangens,

uns, Herr, zu erlösen."

 

Aus dem Lied: „Feuer brenne“ (Text und Melodie: www.sadg.org)

 

(Gedanken zu den Drei Österlichen Tagen)

Der Esel

08.04.2017, 07:03 Uhr

Als Jesus auf einem Esel reitend in Jerusalem einzog,

war der Esel alles andere als ein königliches Reittier.

 

Damals war für Könige der Esel schon 300 Jahre lang aus der Mode,

genaugenommen seit Alexander dem Großen,

als er die Perser erobert hatte (333 v. Chr.)

und zwar auf einem Pferd.

Seitdem ist das Pferd das königliche Reittier schlechthin.

 

Warum sucht sich Jesus dennoch einen Esel aus?

Weil genau in der Zeit des Alexanders d. Gr.

das Buch Sacharja verfasst wurde,

in dem ein friedlicher Herrscher beschrieben wird,

ein friedlicher

auf einem Esel reitend:

 

Sieh, dein König kommt zu dir.

Er ist gerecht und hilft;

er ist demütig und reitet auf einem Esel,…

Er verkündet für die Völker den Frieden…

(Sach 9,9-10)

 

 

(Gedanken zum Palmsonntag)

Über den Jordan gehen

30.03.2017, 08:24 Uhr

Wo das Volk Israel den Jordan durchschritt

hinein ins Gelobte Land,

 

wo Elija den Jordan durchschritt
hinüber zu seiner Himmelfahrt,

 

dort setzt auch Jesus über den Jordan,

bevor er Lazarus von den Toten erweckt

 

und selber seinen Tod

und seine Auferstehung erfährt.

 

(Gedanken zum 5. Sonntag in der Fastenzeit A)

Mit Speichel heilen

23.03.2017, 08:17 Uhr

Speichel kann sowohl desinfizieren als auch infizieren.

 

Allein das Wort „Speichel“ kann sowohl eine bis zum Ekel erregende Ablehnung hervorrufen,

als auch ein gelüstendes Verlangen nach einem Kuss
– je nach Vertrauen.

 

Die Spannweite ist groß.

Dazwischen gibt es Hunde, die einem ungefragt das Gesicht abschlecken

und Mütter, die ihren Kindern mit Spucke die schmutzige Wange abwischen
– je nach Vertrauen.

 

Bevor Jesus einen Taubstummen und einen Blinden mit Speichel heilt,

nimmt er sie beiseite (Mk 7,33), den Blinden führt er sogar an der Hand (Mk 8,23) 

– eine spürbare Einladung, ihm zu vertrauen.

Und einem Blindgeborenen streicht er Speichel und Erde auf die Augen (Joh 9,6).

 

Wollte nun Jesus mit dem Teig aus Erde und seinem Speichel

bloß auf die beiden Elemente Erde und Wasser anspielen,

die im Schöpfungsbericht als Voraussetzung für das Leben stehen,

dann hätte ihm wohl das Wasser des dortigen Teiches Schiloach genügt.

 

Mit seinem Speichel lädt er eher zu mehr ein,

nämlich dazu, ihm als dem Gesandten des Schöpfers voll und ganz zu vertrauen.
– denn es geht ihm ums Gottvertrauen.

 

(Gedanken zum 4. Sonntag in der Fastenzeit A)

Wasser quillt aus dem Tempel

16.03.2017, 08:19 Uhr

Wasser quillt aus dem Tempel.

Es quillt das Wasser des Lebens!

 

Und wo das Wasser auch hinkommt,

bringt es Heil und Segen.

Heil und Segen.

 

Wasser quillt aus dem Tempel.

Es quillt das Wasser des Lebens

 

Es quillt das Wasser vom Tempel,

strömt heraus vom Felsen.

Aus dem Herzen.

 

Wasser quillt aus dem Tempel.

Es quillt das Wasser des Lebens!

 

Melodie:

hören (http://www.sadg.org/Wasser.quillt.mp3)

Noten PDF (http://www.sadg.org/Wasser.quillt.A4.pdf)

 

(Gedanken zum 3. Sonntag in der Fastenzeit)

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