Mittwoch 21. Februar 2018

Im Boot der Gottvertrauenden

15.02.2018, 10:10 Uhr

Bei der Taufwasserweihe in der Osternacht wird es heißen:

 

„Selbst die Sintflut war ein Zeichen der Taufe,

denn das Wasser brachte der Sünde den Untergang

und heiligem Leben einen neuen Anfang.“

 

Noach und seine Familie waren etwas exzentrisch:

Sie bauten ein riesiges Schiff

und brachten alle möglichen Tiere hinein

– aber mitten im Land

und bei strahlendem Wetter.

 

Warum?

Weil sie Gott vertrauten.

 

Wenn das innere Unwetter kommt,

ist es wie beim äußeren Unwetter:

Die Gottvertrauenden bleiben über Wasser.

 

(Gedanken zum 1. Sonntag in der Fastenzeit B)

Anpassung

08.02.2018, 08:16 Uhr

Paulus passt oft seine Verkündigungsmethode

– nicht den Verkündigungsinhalt –

an die Gegebenheiten an.

 

Er empfiehlt diese Methode auch den Geschwistern in Korinth:

Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird,

und alles, was ihnen von Ungläubigen aufgetischt wird,

sollen sie ruhigen Gewissens essen.

Auch wenn es Götzenopferfleisch ist.

 

Wenn aber jemand anderer daran Anstoß nimmt,

sollen sie es ihm zuliebe nicht essen.

 

(Gedanken zum 6. Sonntag im Jahreskreis B)

 

Ein guter Start.

01.02.2018, 09:05 Uhr

Es ist Sabbat Morgen.

Jesus und seine frisch berufenen Jünger

haben soeben den Synagogenbesuch erfolgreich beendet,

gehen sogleich zum Haus des Petrus,

dessen Schwiegermutter leider krank ist,

aber Jesus heilt sie.

 

Abends heilt er noch viele andere Kranke

und treibt viele Dämonen aus.

 

In aller Frühe zieht sich Jesus zum Gebet zurück.

Die Jünger suchen und finden ihn

und berichten ihm, dass alle Leute nach ihm fragen.

Da beschließt er, auch die umliegenden Dörfer zu besuchen.

Und schließlich ganz Galiläa.

 

Ein guter Start,

und alle sind motiviert.

 

Motiviert sein ist auch in schlimmen Zeiten voller Dämonen erlaubt.

z.B. voller Ängste, die uns regelrecht besitzen wollen.

 

(Gedanken zum 5. Sonntag im Jahreskreis B)

 

Schweig!

25.01.2018, 08:09 Uhr

Der Teufel weiß, wer Jesus ist.

Durch den Besessenen sagt er:

„Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.“ (Mk 1,24)

Sein Wissen zwingt ihn dazu.

 

Jesus will kein erzwungenes Lob,

oder ein erzwungenes Glaubensbekenntnis.

Drum sagt er ihm: „Schweig…!“

 

Wir können hingegen nicht sagen: „Ich weiß, wer du bist.“

Wir haben keine Beweise,

wir können nur glauben.

 

Besser: Wir dürfen glauben.

Ist das nicht viel schöner?

Unser Lob nimmt er an,

weil es freiwillig aus uns herauskommt.

 

Bei manchen spontan und punktuell.

Bei anderen als eine Lebensentscheidung.

 

Aber freiwillig.

 

(Gedanken zum 4. Sonntag im Jahreskreis B)

Gott bekehrt den Bußprediger

18.01.2018, 08:55 Uhr

Der von Gott davon gelaufene

und von ihm wieder eingeholte Prophet Jona

gibt Gott nach

und droht auf dessen Anordnung

der sündigen Stadt Ninive die Zerstörung an,

 

gibt aber dabei den Bewohnern eine lange Frist: 40 Tage,

obwohl er die Stadt innerhalb von drei Tagen durchqueren kann,

was er auch tut, und alle Bewohner somit innerhalb von drei Tagen

Gottes Ruf zur Bekehrung gehört haben.

 

Jona will wohl nicht, dass sie sich bekehren.

Vielmehr will er Gott herausfordern, die Stadt wirklich zu zerstören.

 

Tatsächlich aber bekehrt sich die ganze Stadt

und Gott nimmt seine Drohung zurück.

 

Jona gefällt das gar nicht, und er wirft Gott vor,

dass es richtig war, vor ihm davonzulaufen,

weil Gott sowieso gnädig und barmherzig ist.

 

Trotzdem setzt sich Jona dann so hin,

dass er gut im Blick hat, was mit der Stadt nun geschieht.

 

Die Lehre der ganzen Bekehrungsgeschichte ergeht an den Propheten, nämlich

im Gottvertrauen zu leben, wenn er den Heiden die Umkehr predigt.

 

Gedanken zum 3. Sonntag im Jahreskreis B

Das Lamm Gottes

11.01.2018, 08:58 Uhr

Das Gesetz des Mose schreibt vor,

dass man am 10. Tag des ersten Monats des jüdischen liturgischen Jahres

ein Lamm aussuchen soll,

das dann am 14. Tag als Osterlamm geschlachtet werden soll.

(Ex 12,3.6)

 

Man kann sich vorstellen,

wie damals in jedem Haushalt so ein Lämmlein,

vier bis fünf Tage lang die ganze Aufmerksamkeit auf sich lenkt:

klein, fehlerlos (also gesund), unschuldig...

Das ist das Lamm,

das Gott uns zu schlachten geboten hat

zur Feier unserer Erlösung.

 

Als dann Johannes der Täufer auf Jesus zeigt und ruft

"Seht, das Lamm Gottes..." (Joh 1,36),

verstehen vermutlich alle, was er damit andeuten will.

 

(Gedanken zum 2. Sonntag im Jahreskreis B)

Jesus steigt in den Jordan

04.01.2018, 08:22 Uhr

Er nimmt mich an der Hand

und den Anderen an der anderen Hand

und wir zwei reichen wieder Anderen die Hände

und so weiter mit allen,

die erlösungsbedürftig sind,

 

und wir steigen alle in den Jordan.

 

Dann ertönt eine Stimme vom Himmel:

Dich habe ich lieb…

 

(Gedanken zum Sonntag: Taufe des Herrn B)

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